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Berlin International Graduate School in Model and Simulation based Research (BIMoS)"Alle sieben"

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Interdisziplinär und von der Uni finanziert: Gitta Kutyniok über die Besonderheiten der neuen Graduiertenschule BIMoS

Frau Professor Kutyniok, in den Unterlagen der Graduiertenschule BIMoS, die am 19. November 2014 eröffnet wird, findet sich kein Verweis auf eine Förderung durch die DFG, das Bundesforschungsministerium oder andere Geldgeber. Vielmehr wird sie ausschließlich von der TU Berlin finanziert. Das überrascht. Wie war das möglich?

Zentrale Problemstellungen wie zum Beispiel aus den Ingenieurwissenschaften sind heutzutage oftmals nur durch eine interdisziplinäre Methodenentwicklung lösbar, die auf einer mathematischen Modellbildung der realen Situation basiert. Die TU Berlin nimmt hierbei als eine der großen technischen Universitäten Deutschlands, die in diesem Forschungskomplex bereits herausragende wissenschaftliche Erfolge erzielen konnte, eine Vorreiterrolle ein. Der Aufbau einer Graduiertenschule in diesem Forschungsfeld zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, aber auch als allgemeine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Fakultäten, ist somit eine unmittelbare Konsequenz. Der Präsident hat Prof. Dr. Jörn Sesterhenn und mich beauftragt, eine solche Graduiertenschule aufzubauen, und hierfür eine Anschubfinanzierung bereitgestellt. Der vollständige Name der Graduiertenschule ist übrigens „Berlin International Graduate School in Model and Simulation based Research“.

Aus welchen Töpfen wird das Geld fließen, in welcher Höhe und in welchen Zeiträumen?

Neben einer Mitarbeiterin beziehungsweise einem Mitarbeiter für die Geschäftsführung wird das Präsidium drei Jahre aus zentralen Mitteln eine Sekretariatsstelle finanzieren sowie 50 000 Euro bereitstellen. Dieses Geld soll unter anderem dazu dienen, ein hochkarätiges Besucherprogramm und eine „Distinguished Lecture Series“ mit internationalen Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aufzubauen. In dieser Zeit soll ferner ein Antrag für ein DFG-Graduiertenkolleg gestellt werden.

Darüber hinaus werden die Fakultäten Stipendien stiften. Wie werden diese finanziell ausgestattet sein?

Die sieben Stipendien werden den DFG-Sätzen entsprechen, also monatlich circa 1500 Euro.

Mit welchen Fragen werden sich die Stipendiaten beschäftigen?

Wie schon erwähnt, wird es um die Entwicklung von Methoden, basierend auf mathematischen Modellen einer realen Situation, zur Lösung von aktuellen anwendungsrelevanten Problemen gehen. Insbesondere werden sie in den Bereichen der hochdimensionalen Datenanalyse, inversen Probleme, diskreten Optimierung, Modellierung sowie robusten und stabilen numerischen Simulationen forschen. Ferner können sich alle TU-Doktorandinnen und -Doktoranden, deren Promotionsthema in diesen thematischen Bereichen liegt, bei BIMoS bewerben, um von den Aktivitäten und der interdisziplinären Atmosphäre zu profitieren.

Neben der Finanzierung ist die Interdisziplinarität eine Besonderheit der Graduiertenschule. Alle sieben Fakultäten sind beteiligt. Dass es zwischen den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachgebieten diverse Schnittstellen gibt, ist klar. Aber wie wird zum Beispiel die Fakultät I Geisteswissenschaften eingebunden sein und welche Fachgebiete aus der Fakultät VI Planen, Bauen, Umwelt und der Fakultät VII Wirtschaft und Management?

Auch in diesen Fakultäten werden Methodiken, basierend auf mathematischen Modellen, zum Beispiel zur Datenakquirierung und Extraktion von relevanten Informationen entwickelt und angewandt. Nennen möchte ich das Fachgebiet „Geoinformation in der Umweltplanung“ von Prof. Dr. Birgit Kleinschmit, die auch Vertreterin der Fakultät VI im Steering Committee von BIMoS ist. In ihrer Forschung spielt die Analyse von Fernerkundungsdaten eine wichtige Rolle. All diese Forschungsaktivitäten in BIMoS zusammenzuführen und eine Plattform zur wissenschaftlichen Interaktion an der TU Berlin aufzubauen wird eine spannende Herausforderung werden. Ich freue mich sehr darauf.

Das Interview führte Sybille Nitsche

"TU intern" November 2014

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